Vom Klassenzimmer in die Verantwortung: Projektkurs qualifiziert junge Übungsleiter und Rettungsschwimmer
Erfolgreicher Abschluss eines besonderen Projektkurses in der gymnasialen Oberstufe: 26 Schülerinnen und Schüler haben die DOSB-Übungsleiter-C-Lizenz erworben. 18 von ihnen absolvierten darüber hinaus erfolgreich das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber. Einige der Jugendlichen setzen ihre Qualifikationen bereits in Essener Freibädern und Sportvereinen ein.
Schule soll junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vorbereiten, sondern ihnen auch ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Genau diesen Ansatz verfolgt der von Sportlehrer Daniel Surmund geleitete Projektkurs in der gymnasialen Oberstufe unserer Schule.
Im Rahmen des Kurses erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler anerkannte Qualifikationen, die weit über den regulären Sportunterricht hinausgehen. Insgesamt 26 Jugendliche erwarben die DOSB-Übungsleiter-C-Lizenz. Damit verfügen sie über grundlegende fachliche, pädagogische und organisatorische Kompetenzen, um Sportgruppen anzuleiten, Trainingseinheiten zu planen und Verantwortung in Vereinen und anderen Sportangeboten zu übernehmen.
Zusätzlich stellten sich 18 Schülerinnen und Schüler den anspruchsvollen theoretischen und praktischen Prüfungen für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber. Dabei mussten sie unter anderem ihre Schwimm- und Tauchfähigkeit, verschiedene Rettungs- und Schlepptechniken sowie Kenntnisse in Erster Hilfe und im richtigen Verhalten bei Notfällen unter Beweis stellen.
Dass diese Qualifikationen dringend benötigt werden, zeigt sich auch unmittelbar in Essen. Die Sport- und Bäderbetriebe sind regelmäßig auf qualifizierte Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer angewiesen, um einen sicheren und verlässlichen Betrieb der städtischen Schwimmbäder gewährleisten zu können. Gleichzeitig suchen zahlreiche Sportvereine engagierte und gut ausgebildete Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Bewegung und Sport begeistern.
Der Projektkurs leistet damit einen konkreten Beitrag zur Stärkung des Sports und der Schwimmsicherheit in unserer Stadt. Besonders erfreulich ist, dass die erworbenen Qualifikationen nicht nur auf dem Papier bestehen bleiben: Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bereits ihren Dienst als Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer in Essener Freibädern aufgenommen. Andere engagieren sich inzwischen als Übungsleiterinnen und Übungsleiter in Sportvereinen und übernehmen dort eigene Gruppen oder unterstützen bestehende Angebote.
Damit ist der direkte Übergang von schulischer Ausbildung zu gesellschaftlichem Engagement gelungen. Die Jugendlichen sammeln wertvolle Praxiserfahrungen, übernehmen Verantwortung für andere und erhalten zugleich neue berufliche und persönliche Perspektiven.
Für Kursleiter Daniel Surmund ist der erfolgreiche Abschluss deshalb weit mehr als das Erreichen formaler Prüfungsziele. Der Projektkurs zeigt, wie praxisorientierter Unterricht, sportfachliche Ausbildung und gesellschaftliche Verantwortung sinnvoll miteinander verbunden werden können. Zugleich wird deutlich, welches Potenzial in einer engen Verzahnung von Schule, organisiertem Sport und kommunalen Einrichtungen liegt.
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen können stolz auf ihre Leistungen sein. Mit ihrem Engagement stärken sie nicht nur die Essener Schwimmbäder und Sportvereine, sondern werden auch zu Vorbildern für andere junge Menschen: Sie zeigen, dass schulisches Lernen unmittelbar Wirkung entfalten und einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten kann.
Wir gratulieren allen neuen Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern herzlich zu ihren bestandenen Prüfungen und wünschen ihnen viel Freude und Erfolg bei ihren zukünftigen Einsätzen.
Text und Foto: D. Surmund


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